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in Memorandum Joe

In Memorandum

Am Dienstagabend, den 16. Juni 2009 verstarb unser geliebter Joe in unseren Armen an seinem unheilbaren Krebsleiden. Die Diagnose traf uns völlig unvorbereitet, ein großer Schock, sein Tod ist für uns kaum fassbar!
Joe kam im September 2006 als acht Jahre alter, reinrassiger Tibet Terrier über Tibet Terrier in Not zu uns. Schon bei unserem ersten Treffen in Hamburg war da eine sehr große gegenseitige Sympathie, obwohl uns der kritische Tibi in der ersten Zeit erstmal aufs Genaueste unter die Lupe nahm.

Es dauerte seine Zeit, bis Joe wirklich im neuen Zuhause ankam, hatte er doch in seinem bisherigen Leben manch Unschönes und manche Zurückweisung erlebt. Da musste die gemeinsame Basis mit der neuen Menschenfamilie erstmal erarbeitet werden. Der Weg hat sich gelohnt, auch wenn Joe unser Leben gehörig auf den Kopf stellte.

Unsere Herzen hatte das sehr mobile, oft kritische, nicht immer einfache aber doch über­aus liebenswerte und stets hungrige Kerlchen im Sturm erobert. Ob bei unseren täglichen, ausgedehnten Spaziergängen im Ratinger Anger- oder Schwarzbachtal, im Cromford-Park, in den Lintorfer und Höseler Wäldern oder bei Ausflügen in benachbarte Regionen, immer war unser Spring-ins-Feld ganz aktiv dabei. Hauptsache wir trafen ein paar nette Hundekumpels und sein geliebtes Wurfbällchen und ein paar schmackhafte Leckerlis waren dabei. Aber auch auf unseren Reisen an die Ostsee (Joe liebte es, am Strand herumzurennen) oder nach England hatten wir einen stets fröhlichen und neugierigen Begleiter in unserem geliebten Fellmann.
Doch gab es auch immer wieder Schattentage, an denen Joe krank war, sogar einen längeren Klinikaufenthalt musste er überstehen. Umso größer die Freude auf allen Seiten, wenn das überstanden und das Menschen-Hundeteam wieder beisammen war. Wirklich rundum glücklich wirkte unsere Fellnase immer dann, wenn seine Menschenfamilie komplett beisammen war und Herrchen mal nicht um die Welt düste. Dann hatte unser Hütehund sein Werk vollbracht und konnte sich gemütlich in seinem Korb einrollen.
Sein tragisches Ende kam unerwartet, viel zu schnell und viel zu früh. Joe wurde nur 10 ½ Jahre alt, im September diesen Jahres wäre er drei glückliche Jahre bei uns gewesen. Unsere Herzen sind ganz schwer, wir sind tieftraurig über den großen Verlust unseres Joebärs und werden ihn immer lieben.
"Wenn Ihr mich sucht,
sucht mich in Eurem Herzen,
habe ich dort eine Bleibe gefunden,
werde ich für immer bei Euch sein!"

Euer Joe
Lieber Joe, danke, dass du in unserem Leben warst und für immer bleiben wirst!
Nun lebst du schon einen Monat nicht mehr mit uns und wir vermissen dich täglich mehr. Herrchen joggt jetzt allein eure Morgenstrecke und Frauchen spaziert jetzt allein unsere gemeinsamen Lieblingswaldwege. Warst du doch immer so gerne im Wald, deshalb fühlen wir uns dir dort auch immer ganz besonders nah.

Nach dem Tod von unserem lieben Patenhund Robbi, auch ein Tibet Terrier, der oft bei uns war, beschlossen wir, einen eigenen Hund aufzunehmen. So trafen wir Joe und es war um uns geschehen.

Schnell zeigtest du dich als ganz typischer Tibi. Immer ein bisschen stur (stets wolltest du den Weg bestimmen), Fremden gegenüber recht handscheu, zu uns immer super lieb, absolut treu und sehr verschmust. Dabei sehr aktiv und munter für dein Alter, bildhübsch und ein bisschen verfressen.
Sicher auch geprägt durch dein bis dahin unstetes Leben hattest du einen sehr individuellen, ja eigenwilligen Charakter. Deshalb zogen wir eine Expertin hinzu und erfuhren, dass du voller Ängste und Unsicherheiten warst. Wir lernten schnell dazu und durften dann Tag für Tag feststellen, wie sehr unser liebevoller und fürsorglicher Umgang mit dir Früchte trug. Umsichtig ebneten wir deinen mutigen Weg zu neuem Menschenvertrauen und vermittelten dir dabei stets Stabilität und unsere Zuverlässigkeit. Ganz sicher verband uns drei dabei eine wirkliche Seelenverwandtschaft. Lieber Joe, du warst unser erster eigener Hund. Wir haben so viel zusammen erlebt und wegen dir, mit dir und durch dich ganz viel über Fellmänner gelernt, davon möchten wir keine Minute missen.
Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, dass du so früh von uns gehen musst. Gerade hattest du erst tapfer deine Helicobacterbehandlung überstanden und nur dein plötzlich in der Nacht verhärteter Bauch hatte uns schnellstens in die Klinik geführt. Die Diagnose der Spezialisten - bösartiger Milztumor (Hämangiosarkom), Metastasen und bereits geplatzte Gefäße, die schon Blut hinter dein Bauchfell gedrückt hatten - ließ dann auch uns kapitulieren. Erschüttert und tieftraurig konnten wir nicht mehr für dich tun, als dich im Arm zu halten, mit dir zu sprechen und diese schwere Entscheidung zu treffen, um dir den Weg über die Regenbogenbrücke zu erleichtern. Ganz ruhig bist du für immer eingeschlafen, wie gerne hätten wir doch so viel mehr für dich getan!
Lieber Joebär, wir hoffen, dass dich deine letzte Reise dorthin führt, wo du keine Schmerzen mehr hast, wo es dir gut geht und du ein paar liebe Freunde findest.

Dein anhängliches Wesen, dein uner­schüt­terliches Vertrauen in uns und deine Liebe haben tiefe Spuren in unseren Herzen hin­terlassen, du warst unser großes Glück! Wir danken dir für die wunder­volle gemeinsame Zeit und werden dich nie vergessen!

Deine Menschen Astrid & Jochen

Wir vermissen dich so sehr ...
Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle,
die an dich erinnern. Die Erinnerungen an unser schönes Leben mit dir werden uns stets
begleiten und immer wieder ein Lächeln auf unser Gesicht zaubern.

Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.

Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel
im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht dir leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.
(altes Gebet der Hopi Indianer)
Und noch immer ist ein Tag ohne dich ein verlorener Tag …

Lieber Joe, heute, am 16. September 2009, wärst du genau drei Jahre bei uns gewesen. Die Leberwurstkekse zum Jahrestag waren doch schon fest eingeplant ...

... und leider war auch unser Ostseeurlaub diesmal kein Hundiurlaub, mit Wellen jagen, Fisch naschen und viel gemeinsamer Zeit. Wir sind ohne dich am Strand herum gelaufen, haben immer an dich gedacht, viel über dich gesprochen und uns daran erinnert, wie schön es doch vor zwei Jahren mit dir gemeinsam in Ahrenshoop war.
Und stell dir vor, auch am Meer haben wir Herzsteine gefunden, wie auch hier in deinem Lieblingswaldstück, ich bin mir fast sicher, du wirfst uns die aus deinem Himmelsland zu.
Hier Zuhause laufe ich noch immer schnuppernd durch die Wohnung und meine, deinen Duft zu riechen. Noch immer komme ich nach dem Einkauf zum Auto zurück und glaube dich friedlich wartend auf der Rückbank zu finden. Noch immer schließe ich vorsichtig die Wohnungstür auf und erwarte deine freudige Begrüßung und noch immer werde ich nachts wach und hoffe, du liegst schnarchend neben meinem Bett. Was mache ich jetzt bloß mit all’ den leeren Küchenrollen, in denen ich doch für dich immer die Leckerlis versteckte?
Ach Joe, du konntest manchmal so stur sein wie ein Muli, immer wolltest du den Weg bestimmen. Doch kam dann dein Wurfbällchen ins Spiel oder meine Aufforderung „Ich fang den Joe!“, stürmtest du begeistert los. Gerne warst du bei allem dabei und absolut nie gern allein. Täglich hast du mich begleitet und warst dabei sehr unternehmungslustig, nur nicht an Regentagen.
Getrieben von deiner großen Neugier und deiner guten Nase interessiertest du dich für alles und jeden. Doch wollte dich jemand mal ein bisschen streicheln oder gar kuscheln, nein, das war ja nun überhaupt nicht dein Ding. Natürlich gab es da ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel deinen Lieblingsbriefträger, dem du gerne geschickt den Weg versperrtest, um ein paar Leckerchen zu kassieren. Oder deine freudigen Begrüßungen bei unserer Nachbarin, die du so sehr mochtest. Und sogar die Frauchen einiger deiner Hundekumpels fanden Gnade vor deinen Augen.
Täglich verkrümeltest du dich nach unserer Morgenrunde auf ein gemütliches Schläfchen unter meinen Schreibtisch. Arbeitete ich dir aber zu lange, wurde gemeutert und Spiel­ oder Schmusezeit war angesagt. Auch bei meinen Kundenbesuchen warst du mir stets ein kritischer Begleiter und selbst beim Kochen geselltest du dich gerne schnüffelnd dazu, eben ein richtiger Familienhund.
Doch dann kam da dieser Moment in unserem Leben, wo die Welt für einen Augenblick still stand, und als sie sich dann weiterdrehte, war nichts mehr wie es einmal war.
Lieber Joe, immer ist da noch ganz viel Sehnsucht nach dir. Was gäbe ich dafür, dich mal wieder in den Arm zu nehmen und zu kuscheln. Meine morgendliche Waldtour ist öde ohne dich und noch immer lege ich jedes Mal ein Paket Möhren in den Einkaufswagen, dabei waren die doch nur deine Leibspeise. Und dann gibt es da auch noch so Menschen, die sagen, aber Joe war doch nur drei Jahre bei euch. Doch was wissen die schon, waren es doch drei so intensiv gelebte Jahre mit dir. Uns kam es stets so vor, als ob du schon immer bei uns gelebt hast, schon immer unser Hund warst; wussten wir doch nach deinem Abschied schon gar nicht mehr, wie man ohne Hund lebt.
 

„Und wenn du dich getröstet hast (und man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.“
(Der kleine Prinz, von Antoine de Saint-Exupéry)

Sicher wird es irgendwann wieder einen Hund in unserem Leben geben. Doch wird es keinen zweiten Joe geben, denn jeder Hund ist einzigartig, unersetzlich und unverwechselbar im Umgang mit seinen Menschen, das ist nicht übertragbar.

Lieber Joebär, du bist und bleibst für uns einmalig, etwas ganz besonderes und du wirst für immer einen festen Platz in unseren Herzen haben. Wir danken dir dafür, dass du unser Leben auf deine Weise so sehr bereichert hast.

Deine Menschen Astrid & Jochen

Wie sieht Liebe aus?
Liebe hat Hände, die mich streicheln und mir Futter geben.
Liebe hat Beine, die mit mir jeden Tag durch Wald und Wiesen laufen.
Liebe hat Ohren, die meine Seufzer und stummen Klagen hören.
Liebe hat Augen, die meine Not sehen.
Liebe begleitet mich überall hin, auch auf meinem letzten Weg.
Liebe vergisst mich nicht.
So sieht Liebe aus!
Wir vergessen dich nicht Joe!
Testament eines Hundes
Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus
und gib´ ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurück lasse,
ist alles, was ich geben kann.
(frei nach Margaret Trowton)                         

Lieber Joe, am 16. Juni 2010 jährt sich jetzt dein Todestag zum ersten Mal. Es gab keinen Tag, an dem wir nicht an dich gedacht haben – wir tragen dich immer im Herzen!

Inzwischen sind dir leider viele deiner ehemaligen Hundekumpel hier auf Erden ins Himmelsland gefolgt, möget ihr euch dort alle wieder sehen und euren Frieden finden.

Und, lieber Joe, wir haben dein Testament befolgt!

Im September 2009 übernahmen wir die Patenschaft für die griechische Hündin Virma im Tierheim in Patras. Anfang Dezember teilte uns die Orga dann plötzlich mit, dass Virma in eine Pflegestelle nach „Ratingen“ reist. Und was für ein Zufall, die Pflegefrauchen sind unsere guten Freunde Tina und Anke, unfassbar!

Virma ist eine Mischung aus Schäferhund und Collie. Lieber Joe, Schäferhunde hast du doch sooo sehr gemocht, sie waren doch immer deine Lieblingsspielkameraden im Wald.
Wir haben Virma dann oft besucht und sind mit ihr auch „unsere“ Waldwege gelaufen. Ganz langsam hat sich dabei unser Herz geöffnet und uns spüren lassen, wie schön es doch wäre, wieder gemeinsam mit einem Hund zu leben.
Im Januar haben wir dann die liebe, sanfte Hündin, die jetzt auf den Namen Wilma hört, in unser Zuhause geholt.

Alles ist anders als mit dir, lieber Joe, aber es ist schön, dass wieder ein Hundele im Haus ist und wir sind sehr glücklich darüber, dass es Wilma ist.